Bei den Werkzeugschränken gibt es unzählige Modelle mit Flügel- oder Schiebetüren, mit Schubladen, Fächern und Lochwänden zur Wand- und Bodenmontage. Auch kann der Handwerker wählen, ob der Schrank fahrbar oder feststehend ist. Die Materialien der Werkzeugschränke sind entweder aus Metall oder stabilem Kunststoff gewählt und es gibt ebenso abschließbare Modelle. Die Auswahl ist also unüberschaubar groß. Während die Stahlschränke zumeist aufgrund ihres Gewichts feststehend sind, können Kunststoff-Werkzeugschränke aufgrund des geringen Gewichts flexibel mit Rollen versehen sein. So ist ein Transport des kompletten Werkzeugs an den Ort des Geschehens vereinfacht möglich. Abschließbare Werkzeugschränke sind dann von Vorteil, wenn der Schrank frei zugänglich ist, jedoch nur Befugte das Werkzeug entnehmen dürfen. So ist gewährleistet, dass niemand Unbefugtes das Werkzeug entwenden oder beschädigen kann. Der Schlüsselinhaber haftet somit für das Werkzeug und einer Unfallgefahr wird vorgebeugt. Dies ist besonders in Großbetrieben von Bedeutung und wenn der Werkzeugschrank teures Spezialwerkzeug beinhaltet. Ein Schiebetürenschrank als Werkzeugschrank ist zu empfehlen, wenn der vorhandene Platz nicht für einen Flügeltürenschrank ausreicht und Modelle mit Schubladen sorgen für Ordnung bei Kleinteilen oder Kleinstwerkzeugen. Besondere Features bei den Werkzeugschränken sind Modelle, bei denen sich die einzelnen Fächer und Schubladen nach Belieben austauschen lassen. Hier kann der Handwerker nach Wunsch und Bedarf die Aufteilung selbst wählen.

Typen-Verbreitung

Da die meisten Hobbyhandwerker weder ausreichend Werkzeug zur Bestückung eines großen Werkzeugschranks besitzen, noch ausreichend Stellfläche für diesen vorhanden ist, findet man immer noch die meisten Werkzeugschränke in der Industrie bzw. im Handwerk. Hier haben sich Stahlmodelle mit Bodenmontage durchgesetzt, weil diese extrem stabil sind und das Werkzeug bestmöglich vor Feuchtigkeits-, Bruch- sowie Stoßschäden schützt. Stahlschränke als Werkzeugschränke sind natürlich sehr schwer, was jedoch in Betrieben eine sekundäre Rolle spielt, da diese Schränke an Ort und Stelle verbleiben. Hier sind sie arbeitsnah aufgestellt und überdauern den Arbeitsalltag über viele Jahre. In einigen wenigen Betrieben werden flexibel einsetzbare Werkzeugschränke zumeist aus Kunststoff eingesetzt. Hier muss dann das benötigte Material oder die Maschinenersatzteile zu den unterschiedlichen Arbeitsplätzen gerollt werden können. Auch diese Schränke sind bedingt stabil, überdauern jedoch nicht so viele Jahre wie der Stahlschrank. Die Werkzeugschränke für den Hobbyhandwerker können aus Stahl oder Kunststoff gefertigt sein, je nachdem, wie viel der Handwerker ausgeben möchte. Bei wenig Stellfläche empfiehlt sich ein Wandschrank. Sie sind zumeist nicht so groß wie die Standmodelle und werden gerne im häuslichen Bereich genutzt, denn nur selten besitzt der Hobbyhandwerker so viel Werkzeug wie ein Betrieb. Hier gibt es für jede Stell- bzw. Wandfläche und für jeden Geldbeutel das passende Modell. In den meisten Fällen werden von Hobbyhandwerkern Modelle mit Schubladen und Lochwänden gewählt. So können Kleinteile ordentlich untergebracht und das Werkzeug fein sortiert aufgehängt werden. Nichts wird beschädigt und das Arbeiten macht doppelt Spaß, wenn nicht alles erst gesucht werden muss. Ist der Werkzeugschrank unterbaufähig oder besitzt eine Arbeitsplatte, dann kann zusätzlich Raum eingespart werden.

Abgrenzung zu ähnlichen Produktgruppen

Im Gegensatz zu einem Werkzeugkoffer oder der -tasche können in einem ausreichend großen Werkzeugschrank selbstverständlich auch große Werkzeuge bequem untergebracht werden. Auch umgeht der Handwerker mit einem Werkzeugschrank die oftmals nicht so langlebigen Verschlusstechniken wie Reißverschluss oder Schnapp- bzw. Clipverschlüsse. In jedem Fall lässt sich in einem Werkzeugschrank das Werkzeug bestmöglich sortieren, nichts kullert durcheinander und beschädigt sich selbst.

Wer Spaß am Handwerken haben möchte und für den die Ordnung primär eine Rolle spielt, der sollte auf eine Werkzeugkiste oder einen -kasten verzichten. Besitzt der Handwerker ausreichend Platz, so ist in jedem Fall der Werkzeugschrank vorzuziehen, denn er sorgt für penible Ordnung. Hier kann, bei ausreichender Größe, vom Schraubendreher bis zum großen Elektrowerkzeug alles zusammen an einem Ort untergebracht werden.

Hersteller und Marken

Serina Hersteller von Werkzeugschränken, -wagen und -koffern aus Metall und Kunststoff - neutrales Design, bestmögliche Verarbeitung und gute Materialien zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis - stellt ebenso Büroschränke und dergleichen her.
Ketec Hersteller von Werkzeugschränken und -wagen aus hochwertigem Kunststoff - stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Produkten mit Schubläden und vielen besonderen Features.
Ondis 24 Produziert ganze Werkstatteinrichtungen und Artikel für den Garten sowie den Hobbyraum - Material der Schränke ist Holz, Kunststoff und Aluminium - günstige Produkte mit wohldurchdachtem Ordnungssystem.
Güde Hersteller von Werkzeug, Maschinen und Gerätschaften mit dem Nebenprodukt Werkzeugschränke und -wagen - produziert Schränke für Haushalt, Garten, Werkstatt und Baustellen - guter Preis für bestmögliche Verarbeitung beim Material Metall und Kunststoff.

Anwendungsgebiete

Zumeist sind diese Werkzeugschränke im betrieblichen Bereich zu finden und beherbergen sämtliche elektrische wie auch manuelle Gerätschaften und Werkzeuge jeder Art, um im Arbeitsalltag sowohl für Ordnung, wie auch für ein effektives Arbeiten Sorge zu tragen. So finden sich Werkzeugschränke in der produzierenden Industrie zur Reparatur einzelner Produktionsgeräte oder Werkzeuge, welche für die Herstellung der Produkte benötigt werden und sind dort zur zweckmäßigen Aufbewahrung gedacht. In diesen Schränken findet der Arbeiter alles, was für seinen Arbeitsprozess nötig ist, ordentlich, sauber, bruch- bzw. stoßfest und zumeist feuchtigkeitsgeschützt untergebracht. Weitere Werkzeugschrankmodelle finden sich in handwerklichen Betrieben bei Schreinern, Tischlern, Dachdeckern und dergleichen und selbst Bauarbeiter haben oft auf der Baustelle einen Werkzeugschrank, der das nötige Handwerkszeug beherbergt. Hausmeister für große Wohnanlagen oder Betriebe besitzen ebenfalls Werkzeugschränke, damit sie das benötigte Werkzeug sicher verstauen können. Nicht zu vergessen, auch der Heimhandwerker, wenn er viel repariert oder bastelt, kann, wie ein Profi, die Vorteile eines Werkzeugschranks nutzen. Idealerweise sind die Schubladen eines Werkzeugschranks zu verriegeln bzw. feststellbar. So werden Unfälle am Arbeitsplatz durch offen stehende oder aufgehende Schubladen verhindert. Bei den Werkzeugschränken mit Lochwand kann das Werkzeug geordnet aufgehängt werden. Die Größe des Werkzeugschranks ist abhängig von der Nutzung, der vorhandenen Stellfläche und des unterzubringenden Werkzeugs. Kleine Werkzeugschränke passen z. B. unter Werkbänke und Arbeitstische, größere Modelle sind in großen Betrieben mit vielen Mitarbeitern unerlässlich. Idealerweise besitzen Werkzeugschränke Lochwand, Schubladen, Böden und Fächer für das unterschiedlichste Werkzeug. So ist eine penible Ordnung garantiert und der Arbeiter oder Handwerker findet alles an Ort und Stelle. In Betrieben befinden sich in den Werkzeugschränken zusätzlich zum Werkzeug auch noch Ersatzteile für Maschinen. Geboren für die zweckmäßige Nutzung in unterschiedlichen Betrieben haben Werkzeugschränke mittlerweile längst Einzug in Garagen oder Hobbyräumen der heimischen Handwerker gehalten. Gerade wenn viel "gewerkelt" wird und ausreichend Platz vorhanden ist, gibt es kein besseres Ordnungssystem.

Vor- und Nachteile

Bei den Werkzeugschränken überwiegen die Vorteile, denn vom Kleinstwerkzeug über Ersatzteile bis hin zu großen, sperrigen Werkzeugen ist alles in einem Schrank geordnet. Es gibt Werkzeugschränke als Wand- bzw. Bodenmodelle mit dementsprechender Befestigung in diversen Größen, Aufteilungen und Designs aus Stahl, Kunststoff und einige wenige Modelle aus Holz. Das innen liegende Werkzeug ist vor Umwelteinflüssen geschützt, keiner UV-Bestrahlung ausgesetzt und kann sich bei ordnungsgemäßer Sortierung nicht selbst beschädigen. In den meisten Fällen sind Werkzeugschränke jedoch so groß, dass sie viel Platz einnehmen. Auch sind die meisten Modelle nicht flexibel transportierbar wie z. B. der Werkzeugkoffer. Lediglich Modelle mit Rollen können an unterschiedliche Arbeitsplätze geschoben werden.

Kaufberatung

Bevor der Handwerker oder Hobbybastler sich einen Werkzeugschrank kauft, muss Folgendes unbedingt beachtet werden:

Stellfläche bzw. Platzangebote für den Werkzeugschrank

Zunächst spielt das Platzangebot der Stellfläche bei der Wahl des optimierten Werkzeugschranks eine große Rolle. Als Grundlage sollte daher vor dem Kauf der zur Verfügung stehende Platz genau abgemessen werden, an dem der Schrank letztendlich zum Stehen kommt. Auch kann, bei nur geringer Stellfläche, ein Hängeschrank in Erwägung gezogen werden, falls dafür Platz vorhanden ist.

Jedoch ist bei der Wahl der Größe des Werkzeugschranks nicht nur von der Gegenwart, sondern auch von der Zukunft, nämlich der Erweiterung des Werkzeugsortiments, auszugehen. Deshalb sollten Nutzer den Schrank niemals für den Moment passend, sondern lieber etwas größer wählen. Ist der Schrank jederzeit erweiterbar und auch ausreichend Stellfläche vorhanden, dann sind solche Varianten zu bevorzugen.

Innenleben der Werkzeugschränke

Typischerweise besteht die Innenaufteilung der Werkzeugschränke aus Fächern, Böden, Lochwand und bestenfalls noch aus Schubladen. Mit Einlagen können die Schubladen zusätzlich noch unterteilt werden und bieten so optimalen Stauraum für Kleinteile. Große Fächer, Böden und die Lochwand sind optimal zur Aufnahme des Werkzeugs, wobei das große Elektrowerkzeug auf den Böden platziert werden sollte. Bei bereits vorhandenem Werkzeug ist dies beim Kauf des Werkzeugschranks unbedingt zu berücksichtigen. Für die Zukunft und dem Nachkauf von Werkzeug sollten ebenfalls Fächer und Böden in ausreichender Zahl vorhanden sein. Lochwände an der Innentür der Werkzeugschränke bieten zusätzlichen Stauraum.

Verschließbarkeit bzw. Sicherheit

Vor allen Dingen, wenn sich Kinder im Haushalt befinden, muss auf eine Verschließbarkeit des Werkzeugschranks geachtet werden. Die Verletzungsgefahr ist hier zu groß, wenn Kinder mit Werkzeug spielen könnten.

Des Weiteren muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass das gewählte Material (Holz für die Optik, Metall für feststehende Schränke und Kunststoff bei mobilen Schränken) bestmöglich verarbeitet ist und keine Weichmacher besitzt. Zertifizierungen und Prüfsiegel sowie eine lange Herstellergarantie zeugen von wirklich guten Werkzeugschränken. Auch sollten Werkzeugschränke so robust und stabil gebaut sein, dass sie das gesamte Werkzeug sicher aufnehmen können.

Günstige Angebote

Kreher XXL Der Werkzeugschrank von Kreher XXL als Kunststoffschrank bietet eine topp Qualität mit üppigem Format und idealer Aufteilung. Er kann sowohl in der Werkstatt, wie auch im Keller, der Garage, dem überdachten Außenbereich oder im Haushalt untergebracht bzw. aufgestellt werden. Das XXL steht für das übergroße Volumen bei einer Abmessung von (B x T x H) 89,7 x 53,7 x 180 Zentimeter. Dank der Extratiefe ist der Werkzeugschrank ein ideales Ordnungssystem für sperrige, besonders große Werkzeuge. Der Werkzeugschrank ist dank der Kunststoffoberfläche leicht zu reinigen. Trotzdem ist er robust, stabil und langlebig, weil er sehr gut verarbeitet ist. Mit den unterschiedlichen Einlegeböden ist ein hohes Maß an Flexibilität bei der Stauraumlösung geboten. Des Weiteren besticht das Kreher Modell mit einer dezenten Farbgebung und dementsprechender Optik sowie Öffnungen an der Rückwand zur Luftzirkulation.
No Name Produkt aus dem Discounter Im Discounter werden unterschiedliche Modelle angeboten, welche ähnlich des Kreher XXL aufgeteilt sind. Leider werden hier einige Mängel bei der Qualität des verwendeten Kunststoffs, wie auch bei der Verarbeitung sichtbar. Z. B. wurden bei den No Name Produkten krebserregende Weichmacher verwendet und die Werkzeugschränke weisen oftmals scharfe Ecken und Kanten auf. Auch die Scharniere der Türen sind nicht einwandfrei verarbeitet, sodass nach einiger Zeit die Tür durchhängt. Spätestens dann schließt der Schrank nicht mehr dicht. Die No Name Produkte sind zwar in der Regel günstiger als gleichwertige Marken-Werkzugschränke, halten dafür allerdings auch nicht so lange.

Tipps

Der für den Heimhandwerker ideale Werkzeugschrank sorgt dafür, dass das Werkzeug nicht den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Er lagert das Werkzeug also nicht nur ein und sorgt für ein Ordnungssystem, sondern schützt es zugleich. Die wenig verbreiteten Holzschränke sorgen für eine exzellente Optik, sind jedoch wenig zweckmäßig. Hier haben sich gerade im heimischen Bereich Kunststoffschränke bewährt, denn sie schützen vor Flüssigkeiten wie Öl und Wasser. Im gewerblichen Bereich taugen Werkzeugschränke aus Metall, vornehmlich Stahl, besonders gut, denn diese sind sehr robust, schwer, stabil und resistent gegen den im Betrieb anfallenden Schmutz.

Mehr Schubladen machen einen Werkzeugschrank immer schwerer. Dies ist bei den Modellen mit festem Standort und einer Bodenmontage zwar zweitrangig, muss jedoch bei transportablen Werkzeugschränken mit Rollen beachtet werden. In jedem Fall sollte sich der Nutzer über den Standort des schweren Werkzeugschranks genau im Klaren sein und Umpositionierungen vermeiden.

Bei Werkzeugschränken mit Böden und Schubladen sind die Schubladen eher im unteren Bereich des Schranks einzubauen. Da die Schubladen schwerer sind als die Fachböden, verlagern sie den Schwerpunkt des Werkzeugschranks nach unten, was für mehr Stabilität sorgt. Auch wird ein Transport bei den flexiblen Modellen mit Rollen einfacher, da diese Modelle nicht so leicht kippen können.

Wer möglichst viel Stauraum benötigt, jedoch nur wenig Stellfläche zur Verfügung hat, der ist mit einem Werkzeugschrank mit aufliegender Arbeitsplatte gut beraten. Ebenfalls sollte für das Kleinwerkzeug ein Hängeschrank mit Fächern und Lochplatte sowie ein Unterschrank (unter der Arbeitsplatte) mit großen Fächern für sperriges Werkzeug wie auch Schubladen zur übersichtlichen Sortierung gewählt werden.

Fragen und Antworten

Die meisten Hersteller scheuen sich, eine genaue maximale Belastbarkeit anzugeben. Sie haben Angst, dass dann die Garantie nicht gewährleistet ist, wenn der Werkzeugschrank doch nicht so viel Gewicht aushält, wie angegeben. Beim Modell Hazet 177-7 Assistent sind jedoch 300 Kilogramm Belastbarkeit und beim Einhell BT-TW 150 Kilogramm angegeben. Dies sind jedoch beides Werkzeugschränke der mobilen Art mit Rollen. Das zulässige Gewicht ist jedoch enorm, wenn man vergleicht, dass ein Werkzeugkoffer gefüllt mit 14 bis 20 Kilogramm angegeben wird.

Werkzeugschränke aus Metall empfehlen sich immer in Werkstätten und Betrieben, bei denen es schmutzig zugeht. Modelle aus Kunststoff sollten gewählt werden, wenn Öl oder Wasser Schaden anrichten könnte. Hier würden Metallschränke nur rosten. Holzschränke als Werkzeugschränke sind etwas für die Optik und sollten gewählt werden, wenn der Hobby- bzw. Heimwerkerraum auch noch anderweitig z. B. als Partykeller genutzt wird.