Werkzeugkasten (0 Artikel)

Der Werkzeugkasten wird häufig auch mit dem Namen "Werkzeugbox" tituliert. Diese Kästen sind zumeist aus Metall oder Kunststoff gefertigt, sehr selten auch aus Holz. Im Allgemeinen ist der Werkzeugkasten recht groß und bietet Ordnung für allerlei manuelle Werkzeuge und auch elektrische Gerätschaften. Halterungen, Laschen, Aussparungen oder dergleichen sucht man jedoch vergebens, denn die Werkzeugkästen sollten universell für jede Art von Werkzeug fungieren.

Tipp: Auf den Hersteller kommt es nicht an

Bei den individuellen Ansprüchen der unterschiedlichen Handwerker ist eine Selbstbefüllung des Werkzeugkastens unverzichtbar. Die Einsätze in den Werkzeugkästen sind mittlerweile so gefertigt, dass für die häufig standardisierten Werkzeugarten ausreichend Platz vorhanden ist. So bietet sich Raum für Werkzeug unterschiedlicher Hersteller und im Werkzeugkasten ein sicherer Platz mit ausreichend Halt.

So findet der Handwerker auch die meisten Modelle leer, denn eine Bestückung liegt im Ermessen des Nutzers. Grundsätzlich besitzen die Werkzeugkästen einen Deckel, der mit einem Scharnier und einem Schnapp- bzw. Clipschloss am eigentlichen Behälter befestigt ist. In einigen Fällen befinden sich im Inneren eines oder mehrere Fächer, welche zudem noch unterteilt sind und somit vielen Kleinteilen Platz bieten.

Der Hauptinnenraum ist zumeist großzügig unterteilt und wirkliche Ordnung daher recht schwierig. Entweder besitzt der Werkzeugkasten einen Tragegriff auf dem Deckel oder aber einen Bügelgriff an den Seiten der Box. Alles in allem kann ein Werkzeugkasten für Werkzeug im großen Stil sorgen und somit ist der Handwerker, ob Hobbyhandwerker oder Profi für alle Eventualitäten gerüstet.

Der typische Werkzeugkasten

Eine Vielzahl der Werkzeugkästen, welche der Handwerker im Handel vorfindet, sind aus stabilem Kunststoff oder eben Edelmetall. Kunststoff-Werkzeugkästen haben den Vorteil, dass sie nur wenig Eigengewicht besitzen und daher befüllt einfach zu transportieren sind. Metall-Werkzeugkästen sind sehr viel schwerer, besitzen jedoch unverzichtbare Eigenschaften. Sie sind sehr robust und langlebig. Zudem schützen sie das innen liegende Werkzeug vor allzu großer Feuchtigkeit und Bruch- bzw. Stoßschäden am Werkzeug werden vermieden.

Profis oder gewerblich Tätige würden immer einen Werkzeugkasten aus Metall wählen. Für den allgemeinen Hausgebrauch reichen jedoch auch die günstigeren Werkzeugkästen aus Kunststoff. Modelle aus Holz, wie sie früher immer verwendet wurden, findet man heute nur noch selten, da dieses Material nicht witterungsbeständig ist und schnell brüchig wird.

Im Gegensatz zu einem Werkzeugkoffer oder der einer Werkzeugtasche fehlen bei den Werkzeugkästen die Halterungen, Aussparungen oder Laschen für das Werkzeug. Ähnlich wie im Werkzeugschrank oder der Werkzeugkiste werden die Werkzeuge nur eingelegt, nicht jedoch befestigt. Effizientes, einfaches Arbeiten ist für den Handwerker also nur dann möglich, wenn er genau weiß, was wo liegt, denn Ordnung ist hier nur sekundär. Das Material, aus dem die Werkzeugkästen gefertigt sind, ähnelt dem der anderen Aufbewahrungsgegenstände für Werkzeug, lediglich Gewebe fehlt hier. Auch das Handling ist wie bei den anderen Produktgruppen und ebenso Scharniere wie auch Schnappverschlüsse. Einen Reißverschluss wie bei einigen Werkzeugtaschen sucht der Nutzer hier jedoch vergebens.

Hersteller und Marken

DeWalt - US-amerikanischer Marktführer im Bereich Industrie-Elektrowerkzeuge - internationale Unterfirma von Black & Decker - Nebenprodukt sind hochwertige Werkzeugboxen bzw. -kästen aus Kunststoff - Produkte aus dem mittleren bis gehobenen Preissegment.

Raaco - Hersteller von Sortimentskästen aus Kunststoff - praktische Lösungen, die Ordnung schaffen - hochwertige Qualität zu günstigem Preis.

Dema - Werkzeugkästen inklusive Werkzeug sowie Werkzeugkästen leer aus Metall und Kunststoff - produziert von der Werkzeugtasche bis zum Werkzeugschrank sämtliche Ordnungssysteme - gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im mittleren Preissegment.

Curver - Hersteller von Haushaltswaren aus Kunststoff - Nebenprodukt Werkzeugkästen oder -boxen.

Anwendungsgebiete

Werkzeugkästen können von jedem Handwerker, vom Profi bis zum Hobbyhandwerker, genutzt werden, sofern die Ordnung des Werkzeugs nur eine sekundäre Rolle spielt. Sie sind deshalb so beliebt, weil sie beliebig bestückbar sind und das Werkzeug jederzeit ergänzt werden kann. Der Handwerker ist beim Werkzeug nicht an eine bestimmte Marke gebunden, wie z. B. bei den gefüllten Werkzeugkoffern oder -taschen, sondern, kann unter den Herstellern frei wählen. Das Werkzeug, in einem Werkzeugkasten, kann an die Arbeiten angepasst untergebracht werden. Wird der Werkzeugkasten regelmäßig genutzt, wie z. B. von gewerblich tätigen Handwerkern, dann weiß der Nutzer auch immer, wo sich was im Werkzeugkasten befindet.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile eines Werkzeugkastens liegen auf der Hand. Diese Aufbewahrungsvariante bietet ausreichend Platz für das benötigte manuelle wie auch elektrische Werkzeug, da die Behältnisse zumeist großzügig unterteilt und in der Abmessung ausreichend berechnet sind. Ebenso von Vorteil ist, dass diese Behältnisse robuster im täglichen Umgang sind, da sie hochwertig verarbeitet und aus bestmöglichen Materialien gefertigt wurden. Das Werkzeug ist in einem leeren Werkzeugkasten jederzeit erweiterbar und der Behälter kann dank Tragegriff oder Bügelgriff gut transportiert werden. Da jedoch im Werkzeugkasten oder der Werkzeugbox keinerlei Halterungen, Aussparungen oder Laschen angebracht sind, und lediglich unterschiedliche Fächer (wenn überhaupt) für Ordnung sorgen, ist eine Sortierung des Werkzeugs nahezu unmöglich. Wird die Werkzeugbox jedoch von nur einem Handwerker und nahezu täglich genutzt, dann besitzt dieser Nutzer seine ganz spezielle Ordnung und effektives Arbeiten wird auch mit dem Werkzeugkasten möglich. Die meisten Werkzeugkästen werden unbestückt angeboten. Befindet sich beim Kauf Werkzeug in dem Behälter, dann handelt es sich oftmals nur um eine Grundausstattung. Dieses Werkzeug ist bei den günstigen Modellen zumeist nicht sehr hochwertig, hier muss der Nutzer tiefer in die Tasche greifen, um wirklich gutes und ausreichend Werkzeug zu bekommen.

Kaufberatung

Bevor der Hobbyhandwerker oder Profi zu einem Werkzeugkasten greift, sollten einige Punkte genau beachtet werden. Angeraten sind leere Werkzeugkästen, da sich diese individuell bestücken lassen. Bei bereits gefüllten Werkzeugkästen muss auf eine gute Qualität beim Werkzeug geachtet werden. Nachfolgende Kaufberatung bezieht sich auf die im Handel häufig angebotenen Werkzeugkästen unbestückt.

Das Material und die Verarbeitung

Egal ob Kunststoff, Metall oder Holz, die Werkzeugkästen müssen robust und stabil den Belastungen des eingefügten Werkzeugs sowie dem täglichen Handling standhalten können. Keine störenden, scharfen Ecken oder Kanten sollten am Produkt zu finden sein. Geprüfte und zertifizierte Produkte verfügen über eine Herstellergarantie und sind zumeist UV- bzw. witterungsbeständig. Der Kasten sollte auch feuchtigkeitsdicht schließen und das Werkzeug bruch- sowie stoßsicher zu verstauen sein.

Scharniere, Griffe und Verschlüsse

Die am Produkt befindlichen Scharniere müssen leichtgängig sein und sollten nicht ausreißen oder gar brüchig werden. Die Verschlüsse als Clip- oder Schnappverschlüsse müssen eine täglich häufige Nutzung aushalten können. Wer den Werkzeugkasten auf einer Baustelle unbeaufsichtigt lassen muss, der wird sich über ein abschließbares Modell freuen. Als Griff ist entweder ein Bügelgriff oder ein Tragegriff an den Werkzeugkästen angebracht, der das Gewicht des Kastens nebst Werkzeug dauerhaft tragen können sollte. Dieser Griff muss zudem für einen vereinfachten Transport sorgen.

Inneneinteilung

Hier kommt es auf den Nutzer und die handwerklichen Tätigkeiten an. Am besten ist das Werkzeug in unterschiedlichen Fächern untergebracht und es finden sich auch kleine Fächer für Schrauben, Dübel, Nägel und Co. Idealerweise lassen sich die Fächer individuell erweitern und überhaupt sollte die Größe des Werkzeugkastens ausreichend gewählt werden, sodass sich jederzeit das Werkzeug erweitern lässt. Eine sinnvolle Innenaufteilung sorgt für die oftmals in Werkzeugkästen fehlende Ordnung, das Werkzeug zerkratzt nicht so schnell und alles kann bequem zum Ort des Nutzens transportiert werden.

Discount

Der leere Westfalia Werkzeugkasten bietet Platz mit vier Sortimentskästen. Dies ist ein Ordnungssystem, welches sich für den gewerblichen wie auch den privaten Bereich bestens eignet. Die einzelnen Sortimentskästen können ausreichend Stauraum für verschiedenste Werkzeuge bieten und einzeln entnommen werden. So kann an einem Griff das benötigte Werkzeug transportiert werden, ohne direkt alles mitzunehmen. Auch ist hiermit Ordnung geschaffen, was herkömmliche Werkzeugkästen missen lassen.

Ähnlich aufgebaut ist der Werkzeugkasten 17199302 aus dem Hause Kelter. Innen befindet sich ein zentrales Ablagefach an der Oberseite. Darunter sind 3 Schubladen, welche für Ordnung sorgen. Herausnehmbare Trennwände sorgen dafür, dass der Innenraum des Werkzeugkastens von Kelter individuell gestaltet werden kann. Weitere Features sind ein zentrales Verriegelungssystem, integrierte Tragegriffe sowie die Möglichkeit zum sicheren, flexiblen Stapeln.

Beim Discounter werden ähnlich aufgeteilte Werkzeugkästen aus dem No Name Bereich angeboten. Diese Werkzeugkästen sind weitaus günstiger, lassen jedoch gerade im Bereich Robustheit einiges aus. Selten findet der Nutzer hier Modelle, welche dicht schließen und eine UV- bzw. Witterungsbeständigkeit fehlt hierbei ganz. Das verwendete Material Kunststoff ist nicht so hochwertig wie bei den Modellen von Kelter oder Westfalia und die Verarbeitung zumeist nicht einwandfrei. Scharfe Ecken und Kanten sind keine Seltenheit. Auch befinden sich im Kunststoff oftmals schädliche Weichmacher. Die Scharniere sowie Verschlüsse sind bei den No Name Produkten oftmals sehr schwergängig und werden schnell brüchig.

Tipp

Bei den Werkzeugkästen kommt es immer darauf an, was der Nutzer aus ihnen macht. Bei aufklappbaren Kästen hat der Nutzer mehr Probleme mit der Ordnung, als bei Kästen mit Schubladen. In den Schubladen können Seitenwände eingeschnitten oder aber Ecken herausgebrochen werden, sodass das Wegrutschen des Werkzeugs verhindert wird. So kann der zur Verfügung stehende Platz voll ausgenutzt und das Werkzeug geschützt werden. Es ist also nicht nur eine Frage der Optik, sondern vielmehr der Nutzung, ob man sich für einen Werkzeugkasten mit Schubladen oder Fächern entscheidet.

Fragen und Antworten

Was gehört in einen Werkzeugkasten?
In einen guten, professionell geführten Werkzeugkasten gehören als Standardsortiment folgende Dinge:

  • Schraubendreher im Set
  • Inbusschlüsselsatz
  • diverse Hammer
  • unterschiedliche Zangen (z. B. Kneif-, Spitz-, Wasserpumpenzange sowie ein Seitenschneider)
  • Ring- bzw. Maulschlüsselsatz
  • Bohrmaschine bzw. Bohrhammer oder Schlagbohrmaschine
  • Akkuschrauber bzw. -bohrer
  • Kleinmaterial wie Nägel, Schrauben, Dübel, Ersatzteile, Kleber, etc.
  • verschiedene Sägen (Stich-, Kreis-, Handsäge sowie Kapp- bzw. Gärungssäge)
  • Maßband oder Zollstock
  • Wasserwaagen in unterschiedlichen Längen
  • Bit-Set
  • Bohrer.

Wie viel sollte man für einen Werkzeugkasten ausgeben?
Wer sich einen wirklich stabilen, guten Werkzeugkasten zulegen möchte, der muss für ein leeres Modell zwischen 30 und 100 Euro rechnen. Wesentlich kostenintensiver werden die Modelle, welche bereits bestückt sind, denn hier kommt es auf den Inhalt und die Qualität des Werkzeugs an. Selbstverständlich wird auch beim leeren Werkzeugkasten im Bereich Material unterschieden. So sind Variationen aus Edelmetall oder Aluminium selbstverständlich kostenintensiver, als Modelle aus Kunststoff oder Holz.