Werkzeugkisten Test 2017: für alle, die keine Ordnung benötigen

Werkzeugkiste (0 Artikel)

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass es Werkzeugkisten aus den unterschiedlichsten Materialien gibt. Die am häufigsten anzutreffenden Materialien sind jedoch Metall und Kunststoff sowie ganz selten Holz. Hochwertige, langlebige Werkzeugkisten sind immer aus Metall gefertigt, weshalb man davon unzählige im Handel sieht. Sie sind zwar schwerer als jede Kunststoffkiste, halten jedoch auch weitaus mehr aus. Da die Werkzeugkisten meistens von Handwerkern genutzt und im Fahrzeug transportiert werden, ist das auch gewollt. Da nehmen die Nutzer gerne ein paar mehr Kilogramm Eigengewicht in Kauf. Die meisten Modelle verfügen über einen Bügelgriff und Ausziehfächer, ähnlich einer Ziehharmonika. Mit nur einer Hand kann so die Werkzeugkiste schnell geöffnet bzw. geschlossen werden und das gewünschte, zumeist große Werkzeug liegt im unteren Teil. Im mittleren, geöffneten Fach liegen dann die Kleinteile wie Schraubendreher und Co. Zumeist haben die Werkzeugkisten im oberen Bereich kleine Fächer für Schrauben, Nägel, Dübel und Kleinstwerkzeug oder Ersatzteile. Die Werkzeugkisten besitzen keine Laschen oder andere Halterungen, sodass das Werkzeug unsortiert in den einzelnen Fächern seinen Platz findet. Der Handwerker, der die Kiste täglich nutzt, weiß, wo genau das gesuchte Werkzeug in der Kiste liegt, ansonsten muss er suchen. Dies ist also kein Aufbewahrungsort mit geregelter Ordnung, sondern nur eine Möglichkeit, das Werkzeug bruch- und stoßsicher wie auch kompakt zu verstauen.

Im Handel findet der Kunde Werkzeugkisten im differenzierten Design. Sehr häufig sind es Kisten unterschiedlicher Größe, welche mit Scharnieren das Ausklappen verschieden großer Fächer erlauben. Verschlossen werden diese Werkzeugkisten zumeist mit einem Schnappverschluss. Einige Modelle besitzen einen Organizer, andere wiederum bieten ein wohldurchdachtes Raumkonzept. Es gibt auch spezielle Modelle, welche vor Feuchtigkeit schützen und Variationen, die abschließbar sind. Der größte Unterschied der Werkzeugkisten liegt im Eigengewicht. Hier ist genau zu überlegen, ob die Kiste weit transportiert werden muss oder lediglich die meiste Zeit im Fahrzeug, im Keller oder in der Garage aufbewahrt wird. Die meisten Werkzeugkisten werden unbefüllt angeboten. Es gibt nur wenige Modelle, welche eine Grundausstattung Werkzeug inkludiert haben. Da jeder Handwerker sein ganz spezielles Werkzeug favorisiert, wird eine unbefüllte Werkzeugkiste in jedem Fall bevorzugt.

Im Gegensatz zum Werkzeugkoffer oder der -tasche ist das Werkzeug in einer Werkzeugkiste nicht sortiert. Es fehlen die zur Ordnung benötigten Halterungen, Laschen und Unterteilungen. Somit ist die Werkzeugkiste lediglich ein Aufbewahrungsort für das vom Handwerker benötigte Werkzeug, bietet jedoch zumeist so viel Stauraum, dass selbst Elektrowerkzeug neben dem herkömmlichen Werkzeug seinen Platz in ihr findet. Die Verschlüsse der Werkzeugkisten sind zumeist ähnlich den Verschlüssen an einem Werkzeugkoffer und beide Modelle sind mit Scharnieren ausgestattet. Das Öffnen und Schließen geht bei einer Werkzeugkiste jedoch mit nur einer Hand und erlaubt so schnelles, effektives Arbeiten, sofern der Handwerker weiß, wo in der Kiste alles liegt.

Hersteller und Marken

Curver - Unternehmen produziert Behältnisse aus Kunststoff - Werkzeugkisten sind Nebenprodukte, da die Firma hauptsächlich Haushaltswaren herstellt.

Stanley - Untermarke von Black & Decker - fertigt Werkzeugkisten, -koffer, -schränke und dergleichen aus Kunststoff - sehr gute Qualität zu erschwinglichen Preisen.

Promat - Werkzeug-Vertriebsgesellschaft mit dem Nebenprodukt von Werkzeugkisten - Eigenmarke mit gutem Werkzeug im mittleren Preissegment.

DeWalt - US-amerikanische Marke für Elektrogeräte jeder Art - Nebenprodukt sind hochwertige Werkzeugkisten im gehobenen Preissegment mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Anwendungsgebiete

Werkzeugkisten sind zumeist auf Baustellen, bei gewerblichen Handwerkern und Profibastlern zu finden. Für den herkömmlichen Hausgebrauch sind Werkzeugkoffer und -tasche besser geeignet, da der Hobbyhandwerker in ihnen das Werkzeug sortiert aufbewahren kann. Effizientes Arbeiten ist mit dem Werkzeug aus einer Werkzeugkiste nur möglich, wenn der Handwerker genau weiß, wo sich was in der Kiste befindet. Da die Werkzeugkisten extrem robust und langlebig sind, werden sie von gewerblich Tätigen bevorzugt.

Vor- und Nachteile

Eine Werkzeugkiste steht für das einfache Bestücken und bietet viel Stauraum für großes Werkzeug. Die Kiste ist die mobile Variante eines Werkzeugschranks, nur etwas kleiner. Die Werkzeugkiste bietet jedoch kaum die Möglichkeit zum Sortieren des Inhalts, da keine Halterungen und Fächer (wenn ja, dann nur wenige) vorhanden sind.

Kaufberatung

Vor dm Kauf einer Werkzeugkiste sollte der Handwerker Folgendes beachten:

Material

Ob Metall, Kunststoff oder Holz, es kommt auf die Nutzung an, da diese Materialien ein differenziertes Eigengewicht besitzen. Zudem sollte der Nutzer über Bruch-, Feuchtigkeits- und Stoßschäden nachdenken und danach das Material der Werkzeugkiste wählen.

Verarbeitung

Zu empfehlen ist hochwertiges Material mit einer bestmöglichen Verarbeitung. Die Kiste sollte ohne scharfe Ecken und Kanten gefertigt sein und bündig schließen. Der Bügelgriff muss die Belastung einer Befüllung aushalten können und Scharniere so wie Verschlüsse sollten leichtgängig sein.

Größe und Innenkonzept

Je nach Art der Werkzeuge und dem Bedarf des Handwerkers sind Größe und Aufteilung der Werkzeugkiste zu wählen. Ideal sind Modelle, welche sich in der Art einer Ziehharmonika ausklappen lassen und so viel Stauraum freigeben. Kleinere Fächer und Abgrenzungen erlauben die Aufbewahrung von Kleinteilen sowie Kleinwerkzeugen.

Der Kunde muss sich beim Kauf bewusst sein, dass in einer Werkzeugkiste das Werkzeug nicht optimal sortiert werden kann. Hier fehlen ganz einfach Halterungen, Laschen oder Aussparungen für das Werkzeug. Dafür können auch mittlere und große Geräte in der Werkzeugkiste untergebracht werden.

Discount

Die Curver Premium XL Werkzeugkiste ist ein Modell aus Kunststoff, in dem sich Werkzeug jeder Art feuchtigkeits- sowie schmutzgeschützt aufbewahren lässt. Sie bietet viel Stauraum mit einem herausnehmbaren Ablagefach und zwei Kleinteilefächer, ist einfach mit Clipverschlüssen zu schließen und besonders preiswert. Die Marke Curver bietet mit dieser Allroundbox ein Behältnis nicht nur für Werkzeug. Hochwertige Verarbeitung, robuster Eindruck und viel Platz sind Features dieses Modells.

Im Discounter sieht man häufig No Name Werkzeugkisten, welche ähnlich der Curver Premium XL gefertigt sind. Sie sind nur unwesentlich günstiger, bieten jedoch weniger Stauraum und das Ablagefach oder Kleinteilefach kann oftmals nicht herausgenommen werden. Besonders auffällig beim Modell aus dem Discounter ist die weniger gute Verarbeitung und der eher schlechte Kunststoff. Der "Billigkunststoff" verblasst unter UV-Einwirkung und an den Scharnieren oder Verschlüssen wird er oftmals porös. Überhaupt sind Scharniere wie auch Verschlüsse sehr schwergängig und die Boxen schließen oftmals nicht bündig. Auch können sich im Kunststoff bei den Discounterprodukten krebserregende Weichmacher befinden.

Tipp

Müssen bei einem Werkzeugkoffer oder der -tasche die Verschlüsse zumeist beidhändig geöffnet bzw. geschlossen und die Tasche (der Koffer) fein säuberlich aufgestellt werden, so kann die Werkzeugkiste einhändig geöffnet sowie geschlossen werden und steht auch auf abschüssigem Boden sicher. Somit ist das Werkzeug schnell zur Hand.

Fragen & Antworten

In die Werkzeugkiste als Grundausstattung gehört:

  • Schraubendreher Schlitz und Kreuz
  • Schraubenschlüssel
  • leichter bis mittelschwerer Hammer
  • verschiedene Zangen (Kombi-, Kneifzange, Seitenschneider)
  • 1-poliger Phasenprüfer oder 2-poliger Spannungsprüfer
  • japanische Zugsäge oder Rückensäge, Puksäge
  • Zollstock oder Maßband
  • Entlüftungsschlüssel
  • Teppich- bzw. Cuttermesser
  • diverse Spachtel
  • Inbusschlüsselsatz
  • Akkuschrauber mit Bits
  • Schlag-Bohrhammer mit Stein-, Holz- und Metallbohrer
  • Mindestvorrat an Schrauben, Dübel und Nägel
  • Gleitfett oder Allzwecköl
  • Ersatzdichtungen
  • Silikon und Spachtelmasse (bei Bedarf zulegen, trocknet schnell aus).